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Controlling Art.-Nr.: SG-GM 041 2017 - 000732

Die Veranstaltung „Controlling“ behandelt die Grundzüge des Controllings im Allgemeinen und gibt einen Überblick über ausgewählte Instrumente des operativen und strategischen Controllings im Besonderen. Bei der Auswahl der Instrumente wurde auf die besondere Sichtweise von mittelständischen Unternehmen Bezug genommen. Der Zuhörer bzw. Leser kann sich ohne Vorwissen mit dem umfangreichen Fachgebiet des Controllings vertraut machen oder aber bestehendes Wissen vertiefen und erweitern; lediglich allgemeine Kenntnisse aus dem Bereich des externen und internen Rechnungswesens werden vorausgesetzt.

Im Vordergrund steht das Bemühen, die vielfältigen und oft komplexen Sachverhalte und Zusammenhänge auf einfache und anschauliche Art und Weise darzustellen. Infolgedessen werden keine funktions- oder branchenspezifischen Probleme des Controllings behandelt. Im Vordergrund steht das ganzheitliche Unternehmenscontrolling von KMU. In der Präsenzveranstaltung respektive in den Studienmaterialien werden zunächst die grundlegenden Aspekte des Controllings behandelt. Dazu gehören zunächst die Begriffsabgrenzung, aber auch die Beschreibung der Controllingaufgaben und der persönlichen und fachlichen Anforderungen an einen Controller. Bei der Installation einer Controllingabteilung in die bestehende Unternehmenshierarchie ist es wichtig, die alternativen organisatorischen Methodiken zu kennen, die ebenfalls in diesem ersten Kapitel diskutiert werden. Abgeschlossen wird das Kapitel mit einer Differenzierung zwischen operativen und strategischen Controlling auf der einen Seite und Funktions- und Unternehmenscontrolling auf der anderen Seite.

Nicht allen Entscheidungsträgern ist hinreichend bewusst, wie Kennzahlen gebildet werden und welche Problematik in ihnen steckt. Nicht selten werden sie gedankenlos, falsch und irreführend verwendet. Es ist die Aufgabe des zweiten Kapitels den Zweck und die Arten von Kennzahlen vorzustellen. Ebenso wird anschließend auf die Probleme der Kennzahlenbildung und die Problematik des Vergleichsmaßstabes eingegangen. Abgerundet wird das Kapitel durch ausgewählte fundamentale Kennzahlen des Unternehmenscontrollings wie Eigenkapital-, Gesamtkapital- und Umsatzrendite sowie Shareholder Value und Cashflow.

Kapitel 3 behandelt ausgewählte Instrumente des strategischen Controllings. Aus der Vielzahl der in der Fachliteratur beschriebenen Werkzeuge werden die beiden auch für KMU wichtigsten ausgewählt. Hierzu zählen die Portfolioanalyse und die Balanced Scorecard. Beide Instrumente sind in der betrieblichen Praxis weit verbreitet und werden aus diesem Grunde detailliert theoretisch und praktisch erläutert.

Das letzte Hauptkapitel befasst sich mit den Instrumenten des operativen Controllings. Der Schwerpunkt liegt hier auf dem Kostencontrolling. Nachdem die starre und flexible Plankostenrechnung auf Voll- und Teilkostenbasis anhand praktischer Beispiele vorgestellt wurde, wird die Prozesskostenrechnung als neuer Ansatz eines modernen Kostenmanagements ausführlich mit allen wesentlichen Schritten dargestellt. Während die Plankostenrechnung und Budgetierung traditionell funktionsorientiert ist, steht bei der Prozesskostenrechnung die Ablauforientierung im Vordergrund.

Darüber hinaus wird in den Studienmaterialien kapitelweise Gelegenheit gegeben, den Kenntnisstand anhand von Fragen und Übungen zu überprüfen. Zu den wesentlichen Problembereichen der behandelten Aspekte und Instrumente werden praxisorientierte Übungsfragen und -aufgaben sowie kleinere Fallstudien vorgestellt, die von den Studierenden eigenständig oder im Team gelöst werden sollen. Die zugehörigen Antworten und Musterlösungen einschließlich Lösungswege sind ebenfalls zur Selbstkontrolle angegeben.

Ansprechpartner / Kontaktperson:

Peter Perschke
03641 205 108
peter.perschke(at)eah-jena.de

Anbieter:
JenALL e. V.
Schwerpunkte:
  • Grundlagen des Controllings
    • Abgrenzung des Begriffs „Controlling“
    • Aufgaben und Anforderungsprofil des Controllers
    • Organisation des Controllings
    • Systematisierungsansatz des Controllings
  • Charakteristika von Kennzahlen
    • Zweck und Arten von Kennzahlen
    • Probleme der Kennzahlenbildung und -analyse
    • Problematik des Vergleichsmaßstabes
    • Ausgewählte Kennzahlen des Unternehmenscontrollings
  • Strategische Instrumente des Controllings
    • Portfolioanalyse
    • Balanced Scorecard
  • Operative Instrumente des Controllings
    • Funktionsorientierte Plankostenrechnung und Budgetierung
    • Prozessorientierte Plankostenrechnung
Lernziele:

Die Stoffvermittlung und der didaktische Aufbau der Veranstaltung im Fach „Controlling“ haben folgende Zielsetzungen:

  • Sie können den Begriff „Controlling“ definieren;
  • Sie können die Controllingelemente Information, Planung, Kontrolle und Steuerung abgrenzen;
  • Sie können die Dimensionen der Planung beschreiben;
  • Sie können die Bedeutung der Koordinationsaufgabe im Controlling abschätzen;
  • Sie kennen die Aufgaben des Controllers und können diese erläutern;
  • Sie wissen über die persönlichen und fachlichen Anforderungen an den Controller Bescheid;
  • Sie kennen die organisatorischen Grundsätze zur Implementierung des Controllings und die Varianten zur Installation der Controllinginstanz insbesondere in mittelständischen Unternehmen;
  • Sie wissen über fortschrittliche Methoden zur Organisation des Controllingbereichs Bescheid;
  • Sie können operatives und strategisches sowie Funktions- und Unternehmenscontrolling beschreiben und abgrenzen;
  • Sie kennen die verschiedenen Kennzahlenarten und können diese beschreiben;
  • Ihnen sind die Anwendungsmöglichkeiten, aber auch die Probleme der Kennzahlenbildung und -analyse bekannt;
  • Sie können die Problematik des Vergleichsmaßstabes aufzeigen;
  • Sie können den Begriff „Benchmarking“ von der traditionellen „Konkurrenzanalyse“ abgrenzen;
  • Sie erhalten vertiefte Kenntnisse über die in kleinen und mittelständischen Unternehmen sehr bedeutenden Rentabilitätskennzahlen;
  • Sie erhalten grundlegende Kenntnisse über die wertorientierte Unternehmensführung mit der in der Praxis weit verbreiteten Kennzahl „Shareholder Value“;
  • Sie können den Cashflow berechnen und interpretieren und kennen die unterschiedlichen Facetten dieser Kennzahl;
  • Sie sehen, wie man Portfolioanalysen und Produktlebenszyklusanalysen als wesentliche Instrumente der strategischen Planung einsetzt;
  • Sie kennen die Einsatzmöglichkeiten und den Aufbau einer Balanced Scorecard, können die einzelnen Perspektiven beschreiben und praktisch anwenden;
  • Sie können zwischen starrer und flexibler Plankostenrechnung differenzieren;
  • Sie können eine Abweichungsanalyse am Beispiel einfacher Datenkonstellationen durchführen;
  • Sie kennen die Gründe für das Entstehen der Prozesskostenrechnung und erkennen, worin der neue Ansatz der Prozesskostenrechnung liegt;
  • Sie können die Einsatzzwecke, Anwendungsgebiete und -voraussetzungen der Prozesskostenrechnung beschreiben;
  • Sie sind in der Lage, die Schritte bei der Einführung und Durchführung einer Prozesskostenrechnung aufzählen und jeweils kurz beschreiben zu können;
  • Sie sollten imstande sein, anhand einfacher Beispieldaten eine Prozesskostenkalkulation durchzuführen;
  • Sie sollten über die Vor- und Nachteile der Prozesskostenrechnung diskutieren können.
Zielgruppe / Teilnehmerkreis:
  • Akademiker
  • Praktiker mit Führungsverantwortung
Gesamtlernaufwand:
90 Stunden
Präsenzzeit:
8 Unterrichtseinheiten
Angebotsintervall:
jährlich
Abschluss / Qualifikation:
Teilnahmebescheinigung
Bemerkungen:

Die Veranstaltung ist ein Teilmodul des berufsbegleitenden Masterstudiengangs "General Management (MBA)".

Besonderheiten:

Im Preis inbegriffen sind umfangreiche Selbststudienmaterialien, deren Bearbeitung vor der  Präsenzveranstaltung abgeschlossen sein sollte.