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Logistik- und Prozessmanagement Art.-Nr.: SG-GM 032 2017 - 000731

Die Veranstaltung „Logistik- und Prozessmanagement“ zielt darauf ab, den Teilnehmern im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtung die materiellen und informationellen Flüsse zu vermitteln, die bei der Realisierung des Wertschöpfungsprozesses von Bedeutung sind.

Im Mittelpunkt steht dabei das Erlernen von Methoden und Verfahren zur Planung, Organisation und Beherrschung unternehmenslogistischer Prozesse. Dabei kommt der konsequenten Prozessorientierung die Aufgabe zu, alle Aktivitäten und Ressourcen auf die kundennutzen-orientierte Optimierung von Wertschöpfungsketten zu konzentrieren.

In der Präsenzveranstaltung respektive in den Studienmaterialien werden in Teil 1 zunächst die Grundlagen der Logistik erläutert. Hierzu zählen der Gegenstand, Entwicklungsphasen, Ziele und Aufgaben der Logistik. Anhand der logistischen Kette werden die Bereiche Beschaffungslogistik, Lagerlogistik und Produktionslogistik, Distributionslogistik sowie Entsorgungslogistik vorgestellt. Auf die Besonderheiten der Logistik kleiner und mittlerer Unternehmen wird hingewiesen.

Teil 2 widmet sich eingehend der Beschaffungslogistik. Nach einer Einführung in die Materialwirtschaft steht die Beschaffung im Mittelpunkt der Betrachtungen. Es werden strategische Aspekte der Beschaffung diskutiert, insbesondere Insourcing vs. Outsourcing, Single vs. Multiple Sourcing, Unit vs. System Sourcing sowie Domestic vs. Global Sourcing. Im Weiteren werden die Methoden der Beschaffungs- und Bedarfsanalyse systematisiert und ausgewählte Ansätze behandelt. Hierzu zählen bspw. die Marktmachtanalyse, ABC-Analyse sowie die deterministische und stochastische (XYZ-Analyse) Bedarfsermittlung. Die Beschaffungsarten mit den Schwerpunkten auf der produktionssynchronen Beschaffung und ihren Ausprägungen sowie auf der Vorratsbeschaffung und den Bestellpolitiken runden den Abschnitt ab.

Teil 3 umfasst die Lagerlogistik, hierbei zunächst die Aufgaben dieses Logistikbereichs, Lagerfunktionen und Lagerarten. Die Zentralisierung von Lägern findet Betrachtung, zugleich auch Konzepte des Cross Docking und der Konsolidierung. Zudem werden die physischen und buchungstechnischen Materialflüsse in Lägern von Fertigungsunternehmen dargestellt und die einzelnen Prozessschritte diskutiert. Hierbei wird auch auf das Kommissionieren und die Funktionen der Verpackung eingegangen. Den Abschluss bilden technische Lagersysteme sowie die Lagerverwaltung und -steuerung.

Teil 4 der Präsenzveranstaltung respektive der Studienmaterialien bildet die Produktionslogistik. Die Teilgebiete dieses Logistikbereichs werden vorgestellt, bevor die Produktionsplanung tiefergehend beleuchtet wird. Weitere in diesem Abschnitt vermittelte Aspekte betreffen die Organisationstypen der Fertigung, die Auflagengröße, die Auftragstypen sowie die Auftragseindringtiefe. Nach der Vorstellung von Materialbereitstellungsprinzipien werden die grundlegenden Ansätze der Produktionssteuerung (Push-/Pull-Prinzipien) eingeführt und mit Realisierungsbeispielen untersetzt.

Die Distributionslogistik steht im Fokus von Teil 5. Neben den Aufgaben dieses Logistikbereichs werden die auf ihn einwirkenden Einflussfaktoren diskutiert. Auf die Unterschiede in der Distribution von Produktions- und Konsumgütern wird hingewiesen. Im Anschluss stehen Distributionsstrukturen und -systeme im Mittelpunkt, hierunter vor allem mögliche Netzausprägungen wie etwa Hub-and-Spoke-Netze oder das Gebietsspediteur-Konzept. Schließlich werden das Leistungsspektrum sowie die Klassifizierung von Logistikdienstleistern vorgestellt.

Die den Teil 6 bildende Entsorgungslogistik gibt zunächst einen Überblick über diesen neueren Logistikbereich, stellt deren Ziele, Einflussfaktoren und ausgewählte gesetzliche Rahmenbedingungen vor. Im Zentrum stehen dabei das Kreislaufwirtschaftsgesetz als maßgebliches Bundesgesetz des deutschen Abfallrechts, aber auch die Verpackungsverordnung. Weiterhin werden Entsorgungsstrategien und Prozessarten in der Entsorgung beispielhaft erläutert.

Die Optimierung logistischer Prozesse ist Gegenstand des abschließenden Teils 7 der Präsenzveranstaltung respektive der Studienmaterialien. Zuerst wird die Notwendigkeit der Prozessoptimierung dargelegt und am Beispiel der durch den „Peitscheneffekt“ hervorgerufenen Bestellschwankungen entlang Logistikketten veranschaulicht. Im Fortgang werden Ansatzpunkte und mögliche Maßnahmen zur Senkung der Vorratsbestände beschrieben. Die darauf folgenden Ausführungen beschäftigen sich mit Strategien und Instrumenten zur Logistik- und Prozessoptimierung im Rahmen des Efficient Consumer Response-Ansatzes. In strategischer Hinsicht werden die Konzepte Direct Store Delivery, Roll Cage Sequencing, Quick Response, Continuous Replenishment und Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment diskutiert. Zu den betrachteten Maßnahmen zählen Efficient Unit Loads, Electronic Data Interchange sowie Barcodes und Radio Frequency Identification. Bei der Diskussion dieser Konzepte wird auf die Besonderheiten und Anforderungen kleiner und mittlerer Unternehmen Bezug genommen. Abschließend wird das Supply Chain Management systematisiert.

Ansprechpartner / Kontaktperson:
Peter Perschke
03641 205 108
peter.perschke(at)eah-jena.de
Schwerpunkte:
  • Grundlagen der Logistik
  • Beschaffungslogistik
  • Lagerlogistik
  • Produktionslogistik
  • Distributions-/Marketinglogistik
  • Entsorgungslogistik
  • Optimierung logistischer Prozesse
Lernziele:

Die Stoffvermittlung und der didaktische Aufbau der Veranstaltung „Logistik- und Prozessmanagement“ haben folgende Zielsetzungen:

  • Sie kennen den Gegenstand und die Objekte der Logistik;
  • Sie können die Entwicklungsphasen der Logistik benennen;
  • Sie können die Ziele, Aufgaben und Bereiche der Logistik erläutern;
  • Sie verstehen die Bedeutung und Aufgabenbereiche der Beschaffungslogistik;
  • Sie können strategische Aspekte der Beschaffung beurteilen;
  • Sie können ausgewählte Methoden der Beschaffungs- und Bedarfsanalyse anwenden;
  • Sie verstehen die Konzepte der produktionssynchronen Beschaffung;
  • Sie kennen die bei der Vorratsbeschaffung eingesetzten Bestellpolitiken;
  • Sie können die Aufgaben und Funktionen von Lägern beurteilen;
  • Sie können verschiedene Lagerarten differenzieren;
  • Sie können die Lagerprozesse und Materialflüsse in Fertigungsunternehmen beschreiben;
  • Sie können technische Lagersysteme benennen;
  • Sie kennen die Ziele und Bereiche der Produktionslogistik;
  • Sie können die Organisationstypen der Fertigung differenzieren;
  • Sie können die Auflagengröße, Auftragstypen und Auftragseindringtiefe erläutern;
  • Sie können grundlegende Konzepte der Produktionssteuerung wiedergeben;
  • Sie können die Aufgaben und Rahmenbedingungen der Distributionslogistik beschreiben;
  • Sie können wesentliche Distributionsstrukturen und -netze illustrieren;
  • Sie kennen das Leistungsspektrum sowie die Klassifizierung von Logistikdienstleistern;
  • Sie können die Ziele und Rahmenbedingungen der Entsorgungslogistik erklären;
  • Sie verstehen die Bedeutung und Grundsätze des Kreislaufwirtschaftsgesetzes;
  • Sie kennen Entsorgungsstrategien und -prozesse;
  • Sie können die Notwendigkeit der Optimierung logistischer Prozesse darlegen;
  • Sie können Ansätze zur Senkung der Vorratsbestände aufzählen;
  • Sie können wesentliche Strategien und Instrumente zu Logistikoptimierung herausstellen;
  • Sie verstehen das Konzept des Supply Chain Managements.
Zielgruppe / Teilnehmerkreis:
  • Akademiker
  • Praktiker mit Führungsverantwortung
Gesamtlernaufwand:
90 Stunden
Präsenzzeit:
4 Unterrichtseinheiten
Angebotsintervall:
jährlich
Abschluss / Qualifikation:
Teilnahmebescheinigung
Bemerkungen:

Die Veranstaltung ist ein Teilmodul des berufsbegleitenden Masterstudiengangs "General Management (MBA)".

Besonderheiten:

Im Preis inbegriffen sind umfangreiche Selbststudienmaterialien, mit deren Bearbeitung vor der Präsenzveranstaltung begonnen sein sollte.